Hände weg vom Streikrecht!

Wir, Kolleginnen und Kollegen, protestieren gegen die Absicht der Bundesregierung, in die Tarifautonomie einzugreifen und das grundgesetzlich verankerte Koalitionsrecht zu beschneiden.

Schon seit Jahren fordern Arbeitgeberverbände die Einschränkung des Streikrechts. In schöner Regelmäßigkeit nehmen sie dabei gerade Streiks kleinerer oder berufsbezogener Gewerkschaften zum Anlass, wie eben aktuell die Arbeitsniederlegungen von GDL und Cockpit. Die Forderungen seien unverhältnismäßig und nicht verhandelbar, die Streiks zu häufig und überdies wirtschaftsschädigend.

Dass auch Teile der DGB-Gewerkschaften durchaus ihre Schwierigkeiten mit den als Konkurrenz wahrgenommenen Berufs- und Interessenverbänden haben, nutzen Konzernleitungen schamlos aus: Scheinheilig usurpieren sie die alte Gewerkschaftsforderung „Ein Betrieb – eine Gewerkschaft“ und verkehren diese in eine zutiefst gewerkschaftsfeindliche Forderung nach Einschränkung des Streikrechts.

Ein Betrieb? Wer hat denn die großen ehemals bundeseigenen Betriebe Bahn, Post und Lufthansa privatisiert, filetiert und in viele Stücke zerschlagen? Wer zerlegt denn permanent große Betriebseinheiten durch Out-Sourcing, Teilverkäufe, Börsengänge, Standortschließungen, Werkverträge, Leiharbeit etc.? Waren es denn nicht die Konzerne und Banken, die Kapitalanlage-Fonds und Arbeitgeberverbände, die entsprechende Gesetze forderten und durchsetzen konnten?

Eine Gewerkschaft? Wer hat denn große Belegschaften in viele kleine Einheiten gespalten und so eine gemeinsame Interessenvertretung der Beschäftigten immer schwieriger gemacht? Wer hat denn vor dem Hintergrund der Hartz-Gesetze einzelne Beschäftigte, kleinere Betriebseinheiten oder ganze Standorte erpresst und aus dem Flächentarif vertrieben? Und waren es nicht Unternehmensvorstände von Siemens oder Daimler, die mit reichlich krimineller Energie selbst Interessenverbände nach ihrem Willen gründeten und diese korrumpierten?

Die Arbeitgeber haben – meist Hand in Hand mit allen Bundesregierungen der vergangenen Jahre – bewusst und ohne Skrupel eine gemeinsame Interessenvertretung von Beschäftigten nach Kräften behindert oder unmöglich gemacht. Jetzt sollen als nächste Schritte die Einschränkung der Koalitionsfreiheit und die Entsorgung der Tarifautonomie folgen. In Wahrheit lautet ihr Motto: „MEIN Betrieb – und eine Gewerkschaft MEINER Wahl“.

Tatsächlich ist das Prinzip „Ein Betrieb – eine Gewerkschaft“ in Gefahr geraten und muss heute als „gebündelte“ Interessenvertretung vielfach gespaltener Belegschaften zu neuem Leben erweckt werden. Wir bleiben dabei, dass gewerkschaftliche Organisation und Arbeitskampfmaßnahmen Grundrechte sind.

Lasst uns in den nächsten Tagen und Wochen gemeinsam handeln:

Gegen die Angriffe der Bundesregierung auf die Tarifautonomie! Hände weg vom Streikrecht!

Berndt Wolfgang (DGB-Kreisvorsitzender Amberg-Sulzbach), Bess Frank (ver.di, Gewerkschaftssekretär Fachbereich Gemeinden,

Nürnberg), Bigus Achim (IGM-Vertrauenskörper-Leiter, Volkswagen Osnabrück), Cramm Olaf (Gewerkschaftssekretär, DGB Region

Osnabrück-Emsland), Fricke Detlef (Rechtsanwalt, Hannover), Hagenhofer Thomas (ver.di, Saarbrücken), Hofmann Claus (MAV-

Vorsitzender Werkhof Regensburg, Mitglied im DGB Kreisvorstand Regensburg), Hofner Gebhard (IG Metall,

Konzernbetriebsratsvorsitzender Dematic GmbH, Offenbach), Hornauer Roland (ver.di, Personalratsvorsitzender, Stadt Erlangen), Hoyer

Hans (ver.di Erlangen), Janicki Heide (ver.di, Betriebsrätin i.R., Braunschweig), Koberg Christian (ver.di Seniorengruppe Kiel), Koppelmann Wilhelm (ver.di Mitglied der Bundestarifkommission, stellvertretender GPR-Vorsitzender Stadt Osnabrück), Kullmann Friedrich (ver.di, stellv. Personalrat, Stadt Bergisch-Gladbach), Lutz Werner (ver.di, Personalrat, Stadt Erlangen), Matrai David (ver.di,

Gewerkschaftssekretär, Hannover), Mehrstedt Bernd (ver.di, Personalratsmitglied aha Abfallwirtschaft Region Hannover), Paape Isa (IGM-

Vertrauensfrau, Siemens Erlangen), Schmitz Ulrike (Delegierte IG Metall, Braunschweig), Schreier Erich (DGB Ortsvorstand

Röthenbach/Pegnitz), Schreiter Jutta (IG Metall, Betriebsrätin, Siemens Erlangen), Schubert Joachim (Betriebsrat und Mitglied der IGM-VKL bei ALSTOM Power, Mannheim), Stehr Heinz (Mitglied im IGM-Seniorenteam, IGM Unterelbe), Weinberg Harald (ver.di, Mitglied des

Bundestages Fraktion DIE LINKE, Nürnberg), Wiedmann René (ver.di, Betriebsgruppenvorsitzender DATEV Nürnberg), Ziegler Ewald (GEW Nürnberg)

Kontakt: Isa Paape, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Werner Lutz, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere UnterstützerInnen:

Adler Hans-Jürgen, Rentner, IG Metall

Amin Barbara Majd, GEW Berlin

Antelmann Dietrich, Berlin

Begemann Dieter, ver.di Herford

Bepperling Peter, Mitglied des ver.di - Gewerkschaftsrats und des Fachbereichs Bund und Länder Blessing Marita

Blocks Günter, ver.di-Vertrauensmann, Stadt Essen

Blume-Wenten Klaus, GEW, Wangerland

Böhl Angelika, Mitglied ver.di-Bezirk Schwarzwald-Bodensee

Braun Charly, DGB-Kreisvorsitzender Heidekreis, verdi-Bezirksvorstandsmitglied

Brenner Hanfried, Dortmund

Bröder Alois, Darmstadt

Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V. (BüSGM), Berlin

Bünger Hans-Ulrich, Rentner, seit 1962 Mitglied von ÖTV/ver.di

Buwert Harald, aktiv im "Kulturraum Rondo Fürstenfeldbruck"

Cachandt Bernd, Mitglied des BüSGM-Vorstandes und ver.di-Mitglied

Dath Dietmar, Schriftsteller & Publizist, Frankfurt am Main

Dietrich Peter, Vorsitzender des BüSGM und GEW-Mitglied

Döhner Volrad, Bezirksrechtsberater GEW Mittelhessen

Dölzer Hans, ver.di-Fachbereichsvorstand Rhein-Neckar, Hirschberg

Drewes Hartmut, GEW Bremen

Dünkler Birgit, ver.di, Erwerbslosenausschuss, Köln

Prof. Dr. Ebert Theodor, GEW Kreisverband Erlangen

Efkemann Jutta, ver.di

Eggert Frank, Bonn

Ehrenfort Petra, ver.di, Fachbereich Medien

Prof. Dr. Eisch-Angus Katharina, Uni-Professorin für Kulturanthropologie/Volkskunde

Erbacher Manfred, ver.di, seit den 70er Jahren Vertrauensmann und VK Sprecher IG DRUPA, BR Mitglied Union

Druckerei Frankfurt, BR Mitglied apm AG Darmstadt Fertig Reinhold, GEW

Frankl Reinhard, GEW Unterfranken, Aschaffenburg

Franz Peter, Evang.-luth. Theologe, Mitglied im VDS Thüringen/Ver.di, Weimar

Freyeisen Bruni, IGM-Seniorenausschuss, Delegierte IGM-Delegiertenversammlung Frankfurt/Main

Frieser Hans-Georg, Sprecher des gewerkschafts- und kulturpolitischen AK Heinz Huber der ver.di Senioren im Bezirk München

Frohnweiler Anne, stellv. MAV-Vorsitzende Diakonie, verdi-Mitglied

Ganzel Detlev, Ehrenamtlicher IG-Metall Bildungsreferent Kiel/Nms

Ganzel Petra, IGM, Betriebsrätin Anschütz, Kiel

Gauer Wolf, Journalist

Gerstenberg Günther, ver.di-Mitglied München

Göppner Jürgen, Bezirksgeschäftsführer ver.di Mittelfranken

GRUPPE GUTZEIT, Polit-Folk-Band, Hamburg

Hallermayer Georges, Mitglied im Landesvorstand GEW Saar, Mitglied im Kreisvortand DGB Saarbrücken

Hartung Alfred, Mitglied der Delegiertenversammlung der IG Metall Wolfsburg

Hartung Gunhild, ver.di Nürnberg

Hartung Mechtild, GEW-Mitglied

Heiser Andrea, GEW Potsdam

Heiser Jürgen, ver.di Fachbereich Medien Berlin-Brandenburg

Henk Matthias, Schallplattenversand JUMP UP, Bremen

Hensel Werner, Betriebsratsvorsitzender Lebenshilfe Braunschweig

Högemann Jörg, ver.di München

Hoffmann Ralph, Nürnberg

Holtz Elfi, , 40 Jahre Gewerkschaftsmitglied, z.Z. in ver.di, Hannover

Hubele Siggi, OV- Mitglied IG Metall Schwäbisch Hall, DGB Kreisvorsitzender Schwäbisch Hall

Huber Ulrich, DKP-Altstadtrat Heidenheim und Delegierter zur Vertreterversammlung der IG Metall Heidenheim

Julius Gert, Vorsitzender des BüSGM und ver.di-Mitglied

Kadgien Rolf, GEW Neustrelitz

Kaupenjohann Heike, ver.di Mitglied, VL und Bezirksfrauenrat Essen

Keller Dieter, Vorsitzender DGB-Fellbach

Kenter Bettina

Kihm Hans-Werner, stellvertretender Vorsitzender ver.di OV Goslar

Kindler Ulf, Berlin

Kitzmann Arno, Ver.di Bezirk Südbaden

Kligge Armin

Knapp Jörg, ver.di, Fachbereich Medien, Nürnberg

Köbele Patrik, ver.di, Parteivorsitzender der DKP

Köhler Bernd, Liedermacher und Grafiker

Köhler Hanna, Betriebsrätin & Mitglied der IG Metall, Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG

Kölsch Joachim, IG-Metall Vertrauensmann und Betriebsrat, Siemens Karlsruhe

Köster Peter, Bezirksvorsitzender IG BAU - Muelheim-Essen-Oberhausen

Kolwe Wolfgang, Gewerkschaft: Ver.di, Funktion: PR aha - Region Hannover (Abfallentsorger der Region)

Kopf Wolfgang, Gewerkschaft ver.di, FB 13 Besondere Dienstleistungen

Koppenhöfer-Moos Bert, Donsbach

Kritidis Gregor

Kröll Christiane, GEW München

Kronschwitz Wolfgang, Radeberg, Partei Die Linke

Kühl Michael, Unterhaltungsmusiker, ver.di

Kullick Jens, ver.di VL und Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der ver.di BeG TD VSD Nord

Lanig-Heese Claudia, GEW Würzburg

Lemanczyk Peter, Betriebsleiter BETEK, IG Metall

Lohse Dietrich, ver.di-Vertrauensmann und Personalrat JVA Kiel

Lommes Peter, Bezirksvorsitzender Ver.di FB 13 Linker Niederrhein und DGB-Stadtverbandsvorstandsmitglied

Krefeld

Mader Edi, Bernau, mehr als 40 Jahre Gewerkschaftsmitglied, zuletzt IG Metall

Mader Uta, seit 48 Jahren Gewerkschaftsmitglied, aktuell ver.di

Markowski Jutta, ver.di, Betriebsrätin, Bottrop

Markus Herbert, , BR-Vorsitzender Spaten-Franziskaner-Bräu, NGG-Mitglied

Matt Karl-Martin, ver.di, Vorstandsmitglied im Ortsverein Offenburg

Meier Jürgen, Autor und Journalist, ver.di Hildesheim

Menzel Emmi, 50 Jahre Mitglied einer DGB-Gewerkschaft

Menzel Helmut, Gewerkschaftssekretär i.R., Vorsitzender im Bezirksseniorenausschuss Ver.di Rosenheim

Monsig Elisabeth, Rentnerin, ehem. Vertrauensfrau im VEB PCK Schwedt

Morgenroth Ina, Fraktionsmitglied DIE LINKE in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte

Morgenroth Wolfgang, Delegierter der IGM Verwaltungsstelle Suhl/Sonneberg

Müller-Weathersby Bernd, Betriebsratsvorsitzender der Mainkrokodile gGmbH, Frankfurt am Main

Münder Renate, ver.di Fachbereich 8, München

Nätebusch Lothar, Vorsitzender des BüSGM und BAU-Mitglied

Nowak Markus, Köln

Nümmes Karl, Liedermacher, Berlin

Oberländer Willi, Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Rhein-Wupper Fachbereich 3 (Gesundheit, Soziale Dienste,

Wohlfahrt und Kirchen)

Ochodlo Kai, Abfallwirtschaft Region Hannover

Padieu Léa, Trier

Petermann Eva, GEW Hof

Reske Joachim, Mitglied der IG Metall, Detmold

Reuter Jürgen, Personalrat, GEW Bezirksvorstand Braunschweig

Dr. Richter Andreas, Stadtrat Erlangen, ver.di-Vertrauensmann Uniklinikum Erlangen

Richter Wera, ver.di Essen

Dr. Rümmler Artur, Ver.di Darmstadt

Salzbrunn Anton, stellvertretender Landesvorsitzender GEW Bayern

Schaar Thomas, ver.di Vertrauensmann und Vertreter in Fachbereichvorständen auf Bezirks und Landesebene im Fachbereich 2 Hannover Leine Weser Niedersachsen

Schaffner Erich, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Mörfelden-Walldorf

Schlett Gudrun, ver.di-Mitglied, Partei Die Linke

Schliemann Wolfgang

Schlutter Andreas, Vorsitzender der Gesamt-MAV der Inneren Mission München, Mitglied der Fachkommissionen evangelische Kirche und Diakonie des ver.di-Landesbezirkes Bayern

Schmailzl Anja, ver.di, Personalrat Klinikum Nürnberg

Schmalz Inga

Schmitz Birgit, GEW

Schneeweiß Ulli, Rechtssekretär ver.di Bezirk Mittelfranken

Schneider Sabine, ScoutingLiteraturAgentur München

Schramm Hans-Günther, ver.di Nürnberg

Schwalke Maureen, Fraktionsmitglied DIE LINKE in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte

Schwarzer Frank, ver.di, Mitarbeitervertreter, Herford

Selzer Nils, Punkband Straßenjungs, Berlin

Dr. Sitte Petra, GEW, MdB Fraktion DIE LINKE, Halle (Saale)

Steffen Fred-Michael, GEW Mecklenburg-Vorpommern

Straeter Ulrich, ÖTV, GEW, IG Medien, ver.di/VS

Thaler Angelika, Verdi-Vertrauensfrau, Sozialreferat der Landeshauptstadt München

Triebe Günter, Mitglied des Ortsvorstandes Berlin der IG Metall Vitallowitz Thomas, Vorsitzender des ver.di Ortsverein Freiburg

v. d. Stück Heidrun, GEW Krefeld

Dr. Wagner Bernd, DGB Stadtverband Freiburg, Vorsitzender

Wagner Bernd, ver.di Berlin-Brandenburg, Fachbereich Medien

Walter Jürgen, ver.di

Waschkeit Hugo, Landesbezirksfachbereichsleiter Fachbereich 09 Telekommunikation, Informationstechnologie,

Datenverarbeitung, ver.di Landesbezirk Niedersachsen/Bremen

Wassenaar Günther, ver.di, Lutherstadt Wittenberg

Weber Christa, ver.di Berlin

Weglehner Willi, Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller VS (in ver.di) Member of German Writers´

Association

Weigt Rainer

Weiß Kerstin, Mitglied im Bezirksfrauenrat ver.di München und Landesfrauenrat ver.di Bayern Weißmann Klaus

Wilke Dirk, ver.di, Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Wilke Jens, ver.di-Mitglied, Oma-Körner-Band Hamburg

Wirth Kurt, ver.di Kempten, ehem BR-Vors. SOVAG Hamburg

Wuillemin Laurence

Zahn Jane, Kabarettistin und Sängerin, Rheinsberg

Zielmann Bernd, Fotograf und Filmemacher, ver.di-Mitglied

Ziller Wolfgang, IG Metall Schweinfurt, Gewerkschaftssekretär i.R.

Zuther Wolfgang, Berlin

Zwinge-Makamizile Elke, GEW

 

 

Wieder ziehen sie in den Krieg

Die Anschläge einer vom Westen hochgezüchteten Terrorgruppe werden nun auch vom deutschen Imperialismus genutzt, um militärisch in Syrien zu intervenieren.
Vergessen wir nicht, diese Terrorgruppe konnte wachsen, weil die Imperialisten die territoriale Integrität Syriens und des Iraks unter völligem Bruch des Völkerrechts zerstörten.
Vergessen wir nicht, diese Terrorgruppe kann Anschläge ausüben, weil deutsche Konzerne zu den Weltmeistern des Rüstungsexports gehören.
Vergessen wir nicht, diese Terrorgruppe verfügt über Finanzmittel, weil enge Freunde des deutschen Imperialismus, wie die Türkei, Katar und Saudi-Arabien sie finanzieren.
Der Zweck des geplanten Militäreinsatzes, unter dem vor allem die Zivilbevölkerung zu leiden hat, ist deshalb eben nicht der Kampf gegen den sogenannten IS, das ist der Vorwand.
Der Zweck ist es auch, das deutsche Volk daran zu gewöhnen, dass die territoriale Integrität von Staaten und das Völkerrecht nichts wert sind, wenn Imperialisten in den Krieg ziehen. Dafür steht die zu befürchtende breite Mehrheit im Bundestag. Damit sind diese Entscheidungen durchaus vergleichbar mit der Zustimmung zu den Kriegskrediten 1914. Auch die Gefahr ist ähnlich groß. Wir brauchen eine Antikriegsbewegung, die den Herrschenden in den Arm fällt.
Wir fordern:

Kein Bundeswehreinsatz in Syrien!

Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr!

Stoppt Rüstungsexporte!

09.02.2015 Dr. Theodor Neubauer Ehrung Suhl u. Tabarz

 

12.04.2015 Weimar/Buchenwald 

    

01.05.2015  Erfurt

   

05.10.2015 Erfurt gegen TTIP 

   

10.10.2015 Berlin gegen TTIP

    

 

Wir brauchen einen intensiveren Austausch  Über die letzten Jahre kamen immer mehr betrieblich angebundene und gewerkschaftlich aktive GenossInnen und SympathisantInnen zu unserer Gruppe. Doch die Berichterstattung und der Austausch über die Arbeit im Betrieb stößt auf einem normalen Gruppenabend an Grenzen. Während für die KollegInnen noch viel intensivere Diskussionen nötig wären, waren die Gespräche für die anderen GenossInnen schon zu detailliert. Um trotzdem über ihre Erfahrungen und Probleme auf der Arbeit oder in der Gewerkschaftsgruppe zu beraten, haben wir uns entschlossen, aus der Parteigruppe Jena heraus ein Treffen der Betriebsaktiven zu organisieren. Das Betriebsaktiv vereint ver.di-Kollegen aus der öffentlichen Verwaltung und IG Metaller aus Produktionsbetrieben und aus produktionsnahen Dienstleistern der Region. Diese sind zumeist im Betriebsrat oder im Vertrauenskörper aktiv.Seit gut einem halben Jahr finden alle vier bis acht Wochen Treffen des Betriebsaktivs statt. Zu diesen Treffen werden neben den ParteigenossInnen auch Interessierte und Aktive aus dem gewerkschaftlichen Umfeld der Partei und der SDAJ eingeladen und organisiert. Der Kreis, der über Infoverteiler regelmäßig zu den Treffen eingeladen wird, erweitert sich stetig. (…) Gewerkschaftsarbeit ist in Thüringen keine leichte Aufgabe, da wir es bis auf wenige Ausnahmen mit einem sehr niedrigen Organisationsgrad in den Betrieben zu tun haben. (…) Wie durch den niedrigen Organisationsgrad deutlich wird, besteht bei den KollegInnen in Thüringen nur ein gering ausgeprägtes Bewusstsein ihrer Klassenlage. Deutlich zeichnet sich aber eine Veränderung ab. Während die sogenannten „Überlebenden der Neunziger Jahre“ von Angst und Resignation geprägt sind, zeigen jüngere KollegInnen oder Rückkehrer aus dem Westen eher die Bereitschaft zur Auseinandersetzung. Teilweise gelingt es sogar aus einem gewissen „Klasseninstinkt“ heraus, mit den KollegInnen erfolgreiche Abwehrkämpfen zu führen. So wurde zum Beispiel die Werkö GmbH in Königsee wieder in den Flächentarif zurück gezwungen.

Für uns sind drei Punkte wichtig:

Erstens: Der Austausch zu konkreten betrieblichen Erfahrungen. Wir sind meist als Einzelkämpfer in den Betrieben aktiv. Der Austausch mit Genossen über unsere Probleme und kleinen Erfolge gibt uns Kraft und neue Ideen. Zum Beispiel, wie man unorganisierte KollegInnen zur Teilnahme am Warnstreik motiviert, oder wie wir die BILD aus dem Pausenraum durch gezieltes Fragen für unsere Agitation nutzen können.

Zweitens: Die gegenseitige Hilfe bei der Agitation und Organisation im Betrieb. Wir bemühen uns, in unseren Betrieben Gruppen aus Aktivisten zu bilden, um in die betrieblichen Diskussionen eingreifen zu können. Dazu tauschen wir uns im Betriebsaktiv über die konkreten Themen wie Probleme beim Arbeitsschutz, zu Arbeitszeitregelungen oder zur Tarifpolitik aus.

Drittens: Wie entwickeln wir eine gemeinsame kommunistische Strategie in meist passiven Belegschaften und sozialdemokratisch orientierten Gewerkschaften? Dazu diskutieren wir die Entwicklungen, die innerhalb der Gewerkschaften stattfinden. (…)

Wir stehen vor der schweren Aufgabe, die Gewerkschaften von unten wieder zu klassenkämpferischen Organisationen zu formen. Das ist nicht nur unser strategisches Ziel als Kommunisten. Das ist auch gleichzeitig das objektive Interesse der KollegInnen, die durch ständige Erfahrungen von Ohnmacht und Passivität stark verunsichert sind. (…) Um diese Ziele zu erreichen, geben wir uns als Betriebsaktiv kleine, abrechenbare und überprüfbare Arbeitsaufträge. Da der Kreis derzeit stetig wächst, geht es vorrangig aber auch weiterhin ums Kennenlernen und darum, ein Gefühl für die Problem- und Arbeitslage der GenossInnen und Sympathisantinnen zu bekommen. Die Parteimitglieder im Betriebsaktiv müssen langfristig die Arbeit des Betriebsaktiv vorplanen und vordiskutieren, um sie im Anschluss auf den Treffen mit dem Betriebsaktiv zu entwickeln. Die Entwicklung einer Strategie kann eine kleine Gruppe in Thüringen natürlich nicht alleine leisten. Hier sind wir als Partei gefragt. (…) Der neue PV hat unter der Leitung von Patrik (Parteivorsitzender Patrik Köbele, Anmerkung der Redaktion) bereits erste Schritte in diese Richtung eingeleitet. Als Betriebsaktiv unterstützen wir diese Entwicklung. Wir begrüßen auch die Ziele des Leitantrags und der dazugehörigen Handlungsorientierung. An der Fokussierung unserer Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit müssen wir nach diesem Parteitag aber gemeinsam weiter arbeiten.

Wir brauchen noch bessere Debatten in der UZ, wir brauchen einen intensiveren Austausch über die Kommission Betrieb und Gewerkschaften, wir brauchen bessere politische Orientierungen für unsere Betriebsarbeit.

Wir wollen dabei mithelfen und darüber unsere Partei und die Arbeiterklasse insgesamt stärken.